• 12.03.2026Georadar im Mischwasserkanal

    Im Auftrag der Leipziger Wasserwerke planen wir die Sanierung des über 100 Jahre alten Mischwasserkanals Ei-Profil 1000/1310 aus Mauerwerk in der Döllingstraße im Leipziger Osten.

    Im Rahmen einer Zustandsfeststellung wurden in der Haltung 31908042 des begehbaren Profils auf den ersten 15 m Sohlabsackungen durch den Kanalbetrieb festgestellt. Es bestand die Vermutung, dass es sich dabei um eine Folge aus der Kanal-Havarie 2011 handelt, in der großflächig die Straße unterspült wurde.

    Ergänzend zur Kanalbegehung am 21.01.2026 bestand für die Haltung 31908042 daher die Überlegung, Untersuchungen mittels zerstörungsfreier, indirekter Erkundungsverfahren zur Detektion von Lagerungsdefekten / Hohlräumen aus dem Kanal heraus durchzuführen. Von den möglichen Verfahren hat sich der AG gegen das MAC-Verfahren und für das Georadar entschieden. Mit den ergänzenden Georadaruntersuchungen wurde ein Nachunternehmer beauftragt.

    Dazu wurden je Kanalseitenwand zwei zum Sohlverlauf parallele Messprofile auf ca. 70 m (Haltung), in den Höhenlagen 0,25 - 0,35 m und 0,4 - 0,5 m über Sohle aufgestellt. Das Georadar ist ein hochauflösendes elektromagnetisches Messverfahren zur Erkundung oberflächennaher Strukturen und Einlagerungen im Untergrund. Es werden hochfrequente elektromagnetische Wellen von einer an der Oberfläche platzierten Antenne in den Untergrund abgestrahlt, d.h. im vorliegenden Fall in die Kanalsohle bzw. das Mauerwerk. Die Wellen breiten sich im Untergrund aus und werden an Grenzflächen und Objekten, an denen sich die Permittivität (dielektrische Leitfähigkeit) ändert, reflektiert und gestreut und von Antenne empfangen. Das Ergebnis in Form von Radargrammen je Profil ist ein Abbild des Untergrundes inkl. Materialwechsel und Inhomogenitäten.

    Hohe Signalamplituden (= starke Reflexionen) entsprechen raschen Änderungen in der Leitfähigkeit. Diese sind erkennbar an der Grenzfläche zw. Innenraum/Mauerwerk, Mauerwerk/Hinterfüllung und bereichsweise innerhalb der Hinterfüllung. Letztere entspricht vermutlich inhomogenen Bodenbereichen wie Ausspülungen von Feinmaterial und Ersatz durch Material mit geringerer Leitfähigkeit oder einer Auflockerung im Boden/ Hinterfüllung und dadurch Eindringen von Wasser.

    Im Bereich der Risse/Versätze im Kanal sind Inhomogenitäten der Bettung bis ca. 0,5 m hinter der Kanalwand festzustellen. Für diese Haltung ist eine Erneuerung in offener Bauweise alternativlos.

    Für den Netzbetreiber und uns hat sich hier die Möglichkeit geboten, für einen spezifischen Verdachtsfall (Störungen im Rohr-Boden-System) alternative Untersuchungsverfahren aus dem Kanal heraus zu testen, Erfahrungen zu sammeln und für zukünftige Sanierungs-planungen oder ähnliche Fragestellungen Anwendungskriterien abzuleiten.

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  • 06.02.2026Durchlässe Drebkau

    In der Stadt Drebkau queren das Steinitzer Wasser, der Jehseriger Vorfluter und der Hutunggraben die Landesstraße L 52. Alle Durchlässe befanden sich in einem baulich sehr schlechten Zustand. Baulastträger ist der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS BB). Zuständig für die Gewässerunterhaltung ist der WBV "Oberland Calau". Der LS BB beauftragte den WBV mit der Sanierung bzw. dem Ersatzneubau der Durchlässe. Der WBV wiederum beauftragte unser Büro mit der Planung und Bauleitung sowie einer ergänzenden Lageplan-Vermessung. Ein Baugrundgutachten lag bereits vor.

     

    Die beiden Durchlässe (DL 2 und 3) wurden bereits 2024 geplant und umgesetzt. Die Planung und Umsetzung für den Durchlass 1 (Jehseriger Vorfluter) erfolgte 2025. Wie immer musste alles ganz schnell gehen. Daher ein 1-Phasen-Projekt (Ausführungsplanung+LV). Die wasserrechtliche Genehmigung wurde im Nachgang mit der neuen Bestandvermessung eingeholt.

     

    Geplant wurde ein 20,50 m langer Stahlrohr-Durchlass einschl. Einlaufbauwerk und Schacht zur Einbindung vorhandener Leitungen.

     

    Besondere Herausforderungen waren die Anbindung an den vorhandenen Bestand, die zahlreich querenden Leitungen und die Aufrechterhaltung des Lieferverkehrs für den angrenzenden Netto-Markt.

     

    Schwerpunkte:

    1. Ausführungsplanung, einschl. Statik und Antrag auf Prüfstatik, LV
    2. Prüfung Schleppkurven für Lieferfahrzeuge Netto-Markt aufgrund der bauzeitlichen Einschränkungen
    3. Klärung Medien (TÖB)
    4. Örtliche Bauüberwachung

    Beteiligte IHC-Mitarbeiter:

    Antje Ziesch (Planer), Tosten Haas (Statik), Stephan Preuß (Schleppkurven), Virginia Döhler / Philipp Seemann (öBÜ), Claudia Schwitalla (CAD), Karsten Schiller / Nils Härtel (Vermessung)

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  • 23.01.2026Stenesche Straße

    Unser erstes Projekt in Dessau für die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) wird nun durch eine ARGE baulich umgesetzt.

    Die maroden Mischwassersammler aus Beton sind mittels Schlauchlining zu renovieren. Es sind zwei Teilabschnitte mit unterschiedlichen Querschnitten zu unterscheiden:

    - Renovierung MWK Ei 600/900, 9 Haltungen, Länge ca. 362 m,

    - Renovierung MWK Ei 800/1200, 6 Haltungen, Länge ca. 270 m.

    Die 13 Schächte sind händisch zu sanieren, d.h. Fugensanierung, mineralische Beschichtung und GFK-Auskleidung des Schachtunterteils. Ferner sind eine Vielzahl an Anschlussleitungen überwiegend in geschlossener Bauweise zu sanieren, Straßenabläufe für das Tiefbauamt der Stadt Dessau zu ertüchtigen und für das Amt für zentrales Gebäudemanagement (ZGM) ein Sportplatz in unmittelbarer Nähe mit dem Neubau einer Kompaktpumpstation neu zu erschließen.

    Infolge der Abwinklungen, eingeschränkten Bauräume sowie festgestellten, starken Vorschäden des Altkanals kommt ein Nadelfilzliner im Inversionsverfahren mit Warmwasserhärtung zum Einsatz. Beim Nadelfilzliner hat sich die Baufirma für einen PAA-SF-Liner (mit einer Wanddicke von 15,8 mm für das Ei-Profil 800/1200) entschieden. Dieser wird gekühlt auf Eis mit einem Schwerlasttransporter angeliefert und über einen 8 m hohen Inversionsturm eingebaut. Der erste Einbauabschnitt des Ei-Profils 800/1200 wurde am 04.11.2025 realisiert und ist ca. 270 m lang. Der Schlauchliner wog ca. 30 Tonnen.

    Als Besonderheit ist hier der Altrohrzustand (AZ) IIIa zu nennen, der aufgrund der geringen Überdeckung unter Verwendung der Finite-Elemente-Methode (FEM) für verschiedene Lastfälle statisch nachgewiesen werden musste. Um Schäden am Straßenkörper und der Umgebung infolge der geringen Überdeckung im Zuge des Schlauchlinereinbaus zu vermeiden, sind über eine Länge von ca. 100 m Zusatzauflasten herzustellen. Dies wurde durch die Baufirma in Form von Stahlplatten mit Pflastersteinpaletten aus einer Nachbarbaustelle organisiert (siehe auch Fotos).

    Die Baumaßnahme wird IHC in der Bauüberwachung noch bis Frühjahr 2026 begleiten.

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